Fruchtbare und gesunde Böden sind die Grundlage für unsere Ernährung und funktionierende Ökosysteme. Doch lange Trockenphasen, Starkregen und der Verlust von Biodiversität setzen die Landwirtschaft zunehmend unter Druck. Regenerative Landwirtschaft bietet hier zukunftsfähige Lösungen – wie Beispiele aus Österreich und aus Kaffeeanbaugebieten zeigen, aus denen Nespresso seinen Kaffee bezieht.
Lange Trockenphasen und Starkregen setzen die heimische Landwirtschaft unter Druck. Vor allem intensiv bewirtschaftete Ackerflächen trocknen schnell aus und können große Wassermengen schlecht aufnehmen. Dabei sind Böden weit mehr als reine Anbaufläche für die Landwirtschaft: Sie können CO2 binden, Wasser speichern, beherbergen unzählige Mikroorganismen und bilden damit die Basis funktionierender Ökosysteme.
Doch genau diese Grundlage gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht. Wenn Böden austrocknen oder abgetragen werden, verlieren landwirtschaftliche Flächen an Fruchtbarkeit, mit direkten Folgen für Betriebe und die weltweite Ernährungssicherheit. Das wirft die Frage auf, wie Landwirtschaft zukunftsfähig gestaltet werden kann, in Österreich ebenso wie global.
Regenerative Landwirtschaft als Modell der Zukunft
Mögliche Lösungen dafür bietet die regenerative Landwirtschaft. Damit sind landwirtschaftliche Praktiken gemeint, die darauf abzielen, Bodenfruchtbarkeit, Ökosysteme und Biodiversität zu erhalten und zu verbessern sowie die Bindung von CO2 zu fördern. Dazu zählen unter anderem reduzierte bis hin zu gar keiner Bodenbearbeitung, dauerhafte Bodenbedeckung und somit Erosionsschutz sowie biodiverse Fruchtfolgen. Dass dieser Ansatz nicht nur theoretisch funktioniert, sondern konkrete Ergebnisse liefern kann, zeigen Beispiele rund um den Globus bis nach Österreich.
Bewährt in der Praxis – vom österreichischen Acker bis zu Kaffeeplantagen in Kolumbien
In Österreich ist Hans Gnauer, Landwirt und Obmann-Stellvertreter des Vereins Boden.Leben, ein Pionier der regenerativen Landwirtschaft. In seinem Betrieb im Weinviertel setzt er seit den 1990er-Jahren auf Praktiken, die den Boden möglichst schonen, die Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität verbessern und somit für den Klimawandel besser rüsten. Das stabilisiert nicht nur die Erträge, sondern sichert auch die Biodiversität.
„Regenerative Landwirtschaft funktioniert, wenn man natürliche Prozesse respektiert und das System im Gleichgewicht hält. Auf meinem Hof zeigt sich das deutlich: Wildbienen und Laufkäfer leben direkt im Feld, weil ihr Lebensraum dort erhalten bleibt“, so Hans Gnauer.
Auch im Kaffeeanbau spielt regenerative Landwirtschaft eine zunehmend wichtige Rolle, denn Kaffee wird häufig in Regionen angebaut, die besonders stark von Klimaveränderungen betroffen sind. Nespresso, Pionier für portionierten Spitzenkaffee, unterstützt im Rahmen des Nespresso Sustainable Quality Plans Kaffeefarmer:innen seit mehr als 20 Jahren dabei, regenerative Anbaumethoden umzusetzen.
„Konkret bedeutet das, dass wir Kaffeefarmer:innen dabei unterstützen, regenerative Maßnahmen im Kaffeeanbau zu implementieren. Wir unterstützen sie etwa dabei, weitere Kulturen wie Obst- und Schattenbäume zu setzen, effektiv zu mulchen und aus Kompost organische Düngemittel zu gewinnen. Maßnahmen der regenerativen Landwirtschaft können dazu beitragen, Böden zu stabilisieren und Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen zu schaffen“, erläutert Marianne Neumüller-Klapper, Operations & Sustainability Director bei Nespresso Österreich.
Dass das wirklich funktioniert, zeigt eine Untersuchung des Cornell Lab of Ornithology: Dieses hat festgestellt, dass sich die Baumdeckung auf den untersuchten Kaffeefarmen in Kolumbien, die Teil des Nespresso Sustainable Quality Plans sind, seit 2014 beinahe verdoppelt hat[1] und die Vogelvielfalt im Vergleich zu den umliegenden Landschaften um 10 % erhöht werden konnte[2].
Dokumentarfilm „Groundswell“ zeigt regenerative Landwirtschaft weltweit
Wie regenerative Landwirtschaft in unterschiedlichen Regionen der Welt umgesetzt wird und welche Chancen sie für Böden, Biodiversität und resiliente Ernährungssysteme bietet, zeigt der neue Dokumentarfilm „Groundswell“ u.a. anhand einer Kaffeefarm, von der Nespresso hochwertigen Kaffee bezieht. Der Film ist der dritte Teil der preisgekrönten Trilogie des Regie-Duos Josh Tickell und Rebecca Harrell Tickell, bekannt durch „Kiss the Ground“ und „Common Ground“. „Groundswell“ feierte 2026 im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes Premiere und ist seit 5. Juni 2026 auf Amazon Prime Video verfügbar.
[1] The Positive Cup – Sustainability Report 2025, S. 34
[2] Verwendung des Cornell Biodiversity Progress Index, der Vögel als Indikatoren für die gesamte Biodiversität heranzieht. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie einzelne landwirtschaftliche Betriebe und ganze Betriebscluster zur Biodiversität ihrer Landschaft beitragen, d. h. im Wesentlichen, wie sich die relative (Vogel-)Biodiversität auf Betrieben, die am Nespresso Sustainable Quality Plan teilnehmen, im Vergleich zur umgebenden Landschaft darstellt. Je höher der Wert, desto größer der Beitrag.












