Der Österreichische Kaffee- und Teeverband spricht sich klar gegen die geplante Plastikabgabe aus, die zur Gegenfinanzierung der Senkung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel dienen soll.

Für die Kaffee- und Teebranche würde diese Maßnahme Mehrkosten in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro verursachen. Auch Kaffee- und Teekapseln aus Kunststoff wären betroffen, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Preise.

Die zusätzliche Belastung würde zwangsläufig an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben und den gewünschten Entlastungseffekt der Steuersenkung wieder aufheben.

Gleichzeitig steht die Branche bereits unter erheblichem Druck: Seit Anfang 2019 haben sich die Rohkaffeepreise nahezu vervierfacht, während Kaffee und Tee in Österreich weiterhin mit 20 Prozent besteuert werden.

Vor diesem Hintergrund ist die geplante Abgabe aus Sicht des KTV weder wirtschaftlich sinnvoll noch zielführend.

Zudem zeigt die Praxis, dass bestehende Sammel- und Recyclingsysteme für Kaffeekapseln funktionieren: Sie erreichen bereits Rücklaufquoten von knapp 40 Prozent und bilden damit eine tragfähige Grundlage für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Mit der Umsetzung des europäischen Sammelsystemansatzes ab August in Österreich ist zudem zu erwarten, dass diese Quoten weiter steigen.

Der KTV spricht sich daher klar für ein Absehen von der geplanten Maßnahme aus.