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Kaffee und Gesundheit

markus FAQ, Gesundheit

Der Hauptwirkstoff des Kaffees ist Koffein. Koffein ist ein leichtes Stimulanzmittel, welches das Herz-Kreislauf- und Nervensystem sowie den Zellstoffwechsel anregt, und Reaktionszeit und Aufmerksamkeit erhöhen kann. Es wurde nachgewiesen, dass für viele Konsumenten bereits 2 bis 3 Tassen täglich die Leistungsfähigkeit bei konzentrierter Arbeit verbessern können.
Die Wirkung des Koffeins auf den Körper ist jedoch individuell verschieden und auch von der Ernährung abhängig. Während der eine auch nach mehreren Tassen nichts verspürt, reagiert der andere bereits nach der ersten Tasse. Koffein wird vom Körper nicht gespeichert, sondern nach einigen Stunden (Halbwertszeit 2 – 6 Std.) wieder ausgeschieden, womit der Effekt verschwindet.
Nein! Das im Magen vorherrschende saure Milieu ist für die Verdauung notwendig. Beim gesunden Menschen verändert sich durch die relativ kleine Menge an zusätzlichen, säurehaltigen Getränken wie Kaffee nichts.
Das sogenannte „Magenbrennen“ (Sodbrennen) entsteht, wenn Mageninhalt in die säureempfindliche Speiseröhre zurückfließt. Dies ist oftmals die Folge eines teilweise erschlafften Muskelrings zwischen Speiseröhre und Magen.
Das von gewissen Leuten verspürte Sodbrennen nach Kaffeegenuss könnte auf diese Tatsache zurückzuführen sein. Allerdings bestehen hierzu noch widersprüchliche Studienergebnisse.
Während der Schwangerschaft wird Koffein im Körper sehr viel langsamer abgebaut. Auch wäh-rend der Stillzeit können kleine Mengen des Koffeins in die Muttermilch übergehen. Es empfiehlt sich daher, den Kaffeegenuss bei einer Schwangerschaft deutlich einzuschränken oder auf ent-koffeinierten Kaffee auszuweichen.
Durch die Entkoffeinierung wird der normale Koffeingehalt des Kaffees von 1,2 – 1,4 % auf weni-ger als 0,1% reduziert. Diese geringen Restmengen liegen unterhalb der physiologischen Wirk-schwelle.
Neuere medizinische Forschungen haben gezeigt, dass der Genuss von ein bis zwei Tassen normalen Kaffees weder der Mutter noch dem ungeborenen Kind schadet.

Beraten Sie sich aber immer mit Ihrem Arzt!

Espresso ist grundsätzlich bekömmlicher als normaler Kaffee. Dies gilt sowohl für die Koffeinwirkung als auch hinsichtlich der Magenverträglichkeit. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe:
• durch die schnelle Extraktion und die geringe Wassermenge wird nicht das gesamte Koffein extrahiert (60-80% im Vergleich zu Filterkaffee).
• Die Kaffee-Experten vermuten, dass die Stoffe, die eine Magen-Unverträglichkeit verursachen, ebenfalls nicht so stark extrahiert werden. Dies ist bislang allerdings nur eine Annahme, da diese Stoffe noch nicht genau bekannt sind.
Zudem wird Espresso in der Regel nach dem Essen getrunken. Und bei gefülltem Magen ist Kaffee generell besser bekömmlich als auf leeren Magen.
Der Anteil von Fettstoffen im Rohkaffee liegt zwischen 10 und 13 %. Die Kaffeesorte Arabica ent-hält dabei mehr Kaffeeöle oder Lipide, wie sie auch genannt werden, als die Sorte Robusta. Die-se Substanzen nehmen beim Rösten kaum ab und damit steigt ihr prozentualer Anteil angesichts des Einbrandverlustes im Röstkaffee.
Der Fettanteil in Röstkaffee enthält je nach Sorte und Herkunftsgebiet zwischen 8 und 15%. Die Fettstoffe sind jedoch kaum wasserlöslich und gelangen nur zu einem geringen Prozentanteil in die Tasse – der Hauptanteil verbleibt im Kaffeesatz.
Kaffee enthält praktisch keine Kalorien, da er arm ist an Proteinen, Fetten und verdaulichen Kohlenhydraten. Als Genussmittel wird er vor allem wegen seines Geschmacks und seiner anregenden Wirkung getrunken.
Gerösteter Kaffee liefert jedoch gewisse Mikro-Nährstoffe wie das Vitamin „Niacin“ (notwendig für zahlreiche Stoffwechselfunktionen). Pro Tasse werden 1 – 3 mg Niacin (ca. 20% der empfohlenen Tagesmenge) konsumiert. Kaffee enthält außerdem Kalium (wichtig für Herz-Kreislauf-Funktionen). Zwei Tassen Kaffee decken etwa 10% des Tagesbedarfs an Kalium.
Der Koffeingehalt des Kaffees hängt von der Sorte, aber auch von der Kaffeezubereitung ab. Filterkaffee enthält eher mehr Koffein als Espresso. Beim langsamen Drucksickern kann Wasser mehr Koffein aus dem Kaffepulver lösen als bei der Espresso-Zubereitung, bei welcher das Wasser mit Druck sekundenschnell durchs Pulver gepresst wird. Je nach Mischung und Zubereitungsart schwankt der Koffeingehalt einer Tasse zwischen 50 und 150 mg. Dies gilt selbstverständlich auch für den löslichen Kaffee.
Nein! Kaffee ist keine Suchtdroge und hat entsprechend keinen schädigenden Einfluss auf den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Zustand der KaffeetrinkerInnen. Auch muss der Kaffeekonsum nicht ständig erhöht werden, um die gleiche, anregende Wirkung zu erzielen, wie dies bei einer süchtig machenden Droge nötig wäre.
Es kann jedoch bei sehr hohem Kaffeekonsum eine gewisse Gewöhnung eintreten. Diese zeigt sich bei sensiblen Menschen einzig daran, dass beim Aussetzen dieses hohen Kaffeekonsums Nervosität und Kopfschmerzen auftreten, die meist rasch wieder abklingen. Reduziert man den Kaffeekonsum langsam über einige Tage hinweg, lassen sich diese Erscheinungen mindern oder ganz verhindern.
Die Kaffeebohne ist sehr gut geschützt von der Kirsche. Schädliche Schwermetalle wie Quecksilber, Blei und Kadmium oder Rückstände von Pflanzenschutzmitteln wie Organophosphor- und Organochlor-Verbindungen sind dadurch in der Kaffeebohne sowie in dem Kaffeeaufguss so gut wie nicht vorhanden.
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